Drei Schwestern – fürstliches Wandern im Liechtenstein
- wanderblondies

- vor 24 Stunden
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Die Drei Schwestern sind drei sagenumwobene Felsgipfel mit grandioser Aussicht. Mutige überklettern die drei Gipfel, weniger Schwindelfreie umgehen sie genauso eindrücklich.

Es waren einmal drei Schwestern aus Planken, die am Liebfrauentag zum Beerenpflücken auf die Alp stiegen, statt in die Kirche zu gehen. Als am Abend eine schöne Frau sie um ein paar Früchte für ein armes Kind bat, weigerten sich die Schwestern – ihre Körbe seien nicht zum Verschenken gesammelt.
Da erstrahlte die Liebe Frau in hellem Schein und sprach: «Ihr habt meinen Festtag geschändet, ihr habt meine Bitte nicht erhört, euer Herz ist von Stein. Und als Felsen sollt ihr in alle Ewigkeit hier versteinert stehen.» Die drei Mädchen erstarrten zu Felsen, und seither heissen diese Felsen die Drei Schwestern.
Wer heute auf den Spuren dieser Sage wandern will, bekommt gleich drei Gipfel auf einmal: die Grosse Schwester mit 2053 Metern, die Mittlere Schwester mit 2048 Metern und die Kleine Schwester mit 2034 Metern. Sie markieren zugleich die Grenze zwischen Liechtenstein und Österreich. Aber Achtung: Wer sie überschreiten will, muss trittsicher und schwindelfrei sein, denn der Weg ist blau-weiss markiert und alpin. In diesem Blog beschreiben wir eine einfachere Alternative, die aber das genau gleiche Erlebnis ermöglicht.
Der Ausgangspunkt dieser Tour ist Gaflei, erreichbar mit dem Bus ab Vaduz. Von dort führt der Weg durch den Brünstawald zum Einstieg des berühmten Fürstensteigs. Seile, Geländer, Tritte und Leitern helfen, die bizarren Felsformationen zu erreichen. Zu begehen – ein Bergsteig, der sich tief ins Wanderherz einprägt. Am Gafleisattel öffnet sich der erste grosse Blick auf die Kette, die nun folgt.
Weiter geht es über den Gafleispitz zum Kuegrat (2123 m), dem höchsten Punkt der Tour. Von hier reicht der Blick über den Rätikon bis zu den Schweizer und Vorarlberger Bergen – und hinunter zu den Dörfern entlang des Rheins bis zum Bodensee.
Kurz hinter dem Garsellikopf kommt die Stelle, an der man eine Entscheidung trifft. Wer schwindelfrei ist, klettert über die gesicherten Stahlseile direkt auf die Drei Schwestern. Wer den Adrenalinkick lieber auslässt, biegt hier rechts ab: Auf einem weiss-rot-weiss markierten Wanderweg geht es auf österreichischem Boden bis zum Sarojasattel. Der Weg ist in bestem Zustand und weist keine Kletterpassagen auf.
Am Sarojasattel auf rund 1628 Metern treffen beide Routen wieder zusammen. Von hier führt der Weg vorbei an der Gafadurahütte. Ein Abstecher mit einem Stück Kuchen lohnt sich auf jeden Fall! Danach führt der Weg mit einigen Spitzkehren nach Planken. Vom kleinsten Dorf Liechtensteins fährt der Bus zurück ins Tal.
Tipp: Wir wurden eingeladen im schönen Gasthaus Traube zu übernachten. Das Hotel ist nicht nur unglaublich gastfreundlich, sondern auch ein super Ausgangspunkt für Wanderungen im Liechtenstein, Alpstein oder Österreich. Wir können es wärmstens empfehlen!
Start
Bushaltestelle Gaflei, Klinik
Ziel
Bushaltestelle Planken, Schulhaus
Länge
13km
Höhenmeter
870 Hm rauf
1560 Hm runter
Dauer
5.5 Stunden
Erreichbarkeit
Auto bis Vaduz, öV bis Station Gaflei, Klinik
Verpflegung
Gaflei, Gafadurahütte, Planken, Vaduz



















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