• wanderblondies

Jura Höhenweg – die perfekte Frühlingswanderung

Die Temperaturen steigen und die Blumen blühen. Doch der Schnee liegt noch zu tief für grosse Wanderungen? Wir haben die Lösung!

Oensingen ist den meisten ein Begriff aus den Verkehrsnachrichten des Radio, eine der grossen Stauecken der Schweiz. Doch dass sich in diesem Gebiet einige der schönsten Ausläufer des Jura befinden, das wissen die wenigsten. Der Start dieser rund dreistündigen Frühlingwanderung befindet sich in Wolfisberg, einem kleinen Ort den man ab der Autobahn in 10 Minuten oder stündlich mit dem Bus erreicht. Auto wie auch Aussteigen aus dem Bus empfehlen wir beim Hotel und Restaurant Alpenblick. Die Inhaber des Hotels sind sehr sympathisch und wir durften gratis auf ihren Parkplätzen stehen bleiben.


Der Weg ab Wolfisberg folgt zuerst der Teerstrasse, doch die lässt man schon bald hinter sich um in die grünen Wiesen einzutauchen. Den höchsten Punkt der Wanderung, die markante Antenne des Hällchöpfli, sieht man bereits früh. Die ersten 400 Höhenmeter machen sich spätestens bei der Buechmatt bemerkbar. Als wir dort waren, war noch kein Betrieb. Doch für eine Pause und einen Blick in die Alpen ist der Ort perfekt. Nach der Buechmatt warten dann bereits die letzten 200 Höhenmeter auf. Und diese Höhenmeter haben es definitiv in sich! Der Weg schlängelt sich zwar zuerst eher flach durch die Bäume, steigt dann aber schlagartig an und windet sich in steilem Zickzack über Treppen hinauf zum Jura Höhenweg. Der Weg ist aber sehr gut unterhalten und für die Unsicheren gibt es sogar Fixseile, um sich festzuhalten. Die Mühe wird zum Glück 20 Minuten später bereits belohnt mit einer grandiosen Aussicht über das Oberaargau (das übrigens zum Kanton Bern gehört) bis hin zu den massiven 4000er der Alpen, wo Eiger, Mönch und Jungfrau markant in der Mitte aufragen. Eine Pause lohnt sich hier alleweil! Wer möchte, kann hier auch eine Cervelat bräteln.


Gestärkt geht es im Anschluss auf dem Jura Höhenweg weiter bis zur Schwängimatt. Sprichwörtlich über Stock und Stein, stets auf der Höhe, folgt man dem Höhenweg. Immer wieder kann man anhalten und die Aussicht geniessen. Wir hatten Glück und haben sogar noch eine Gemse gesehen, von denen einige in dieser doch eher tiefen Region zu Hause sind. Angekommen bei der Schwängimatt kann man einkehren, oder direkt unter dem Skilift hindurch bis auf die Anhöhe «Burgmätteli» weiterwandern. Ab jetzt geht es nur noch bergab zurück nach Wolfisberg. Flankiert von einem grünen Bärlauchmeer mit dem markanten Duft in der Nase wandert es sich tiptop den Berg hinunter. Beim Flüelisbode befindet sich ein kleines Häuschen mit einem grandiosen Ausblick! Wer die Cervelat noch nicht gegessen hat, sollte sie unbedingt hier bräteln und verweilen! Der Weg ab Flüelisbode zurück nach Waldisberg folgt dann dem Wanderweg, zuerst über die Wiesen und danach auf dem Teerweg, bis man rund 20 Minuten später den Parkplatz des Alpenblicks erreicht, wo beim Restaurant Alpenblick bereits das kühle Bier wartet.

Fazit: Eine einfache und abwechslungsreiche Wanderung, die sehr schnell schneefrei ist.

Start

Restaurant Alpenblick, Wolfisberg

Ziel

Restaurant Alpenblick, Wolfisberg

Länge

9 km

Höhenmeter

620 Hm

Dauer

3.5 Stunden

Erreichbarkeit

öV bis Haltestelle Alpenblick oder Auto

Verpflegung

Restaurant Alpenblick, Buechmatt (Öffnungszeiten checken), Restaurant Schwängimatt