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Rugghubelhütte – wo Murmeli gute Nacht wünschen

Die Rugghubelhütte gehört mit 85 Schlafplätze zu den grösseren Hütten der Schweiz. Doch das tut ihrem Charme keinen Abbruch und ist ein Muss für jeden Hüttensammler.


Tag 1

In Wolfenschiessen brummt bereits der Motor des wartenden Postautos. Jetzt heisst es Rucksäcke verstauen, Platz einnehmen und schon geht’s los Richtung Oberrickenbach. Ab hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder direkt mit der Luftseilbahn Fell «s’blaiä Bähnli» hoch bis zur Chrüzhütte oder aber mit der Luftseilbahn Fellboden «s’rotä Bähnli» bis zum Bannalpsee. Wer via Bannalpsee wandert, sollte rund eine Stunde und 200 Höhenmeter mehr einplanen, kann dafür den Bannalpsee umwandern und die Zehenspitzli hineinstecken.


Ab der Chrüzhütte geht es dann über saftige Wiesen stets leicht berghoch bis zur Bannalper Schönegg. Hier lohnt sich ein Blick über die Schulter zurück; tief unten im Tal liegt der herrlich blaue Bannalpsee und darüber ragen die mächtigen Walenstöcke in die Höhe. Den Blick wieder voraus, sieht man direkt ins Grosstal hinein.



Ab jetzt heisst es: Volle Konzentration. Die Landschaft verändert sich und statt durch grüne Wiesen schlängelt sich der Weg nun durch graue Steinwiesen. Durch Geröll geht es dem Berghang entlang. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Kurz vor dem letzten Aufstieg zum Rot Grätli steigt der Weg dann noch einmal steil an. Einzelne Kraxelpartien verlangen weiterhin höchste Konzentration. An allen wichtigen Stellen sind aber Seile vorhanden, an denen man sich halten kann, und die schwierigen Stellen sind auch nicht ausgesetzt, so dass man sich nur auf den Weg und nicht noch auf die Höhe konzentrieren kann.


Auf dem Rot Grätli angekommen, folgt dann ein erstes Aufschnaufen. Rund 250 Meter tiefer erblickt man nämlich schon die Schweizerfahne der Rugghubelhütte. Wer hier noch Energie hat, der kann den knapp einstündigen Umweg über den Engelberger Rotstock in Angriff nehmen. Das ist aber ein alpiner, sprich blau-weisser Wanderweg, dessen Schwierigkeit auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Richtiges Equipment ist hier unbedingt zu empfehlen.


Ab dem Rot Grätli geht es erst über weiteres Geröll talwärts. Schnell wechselt sich aber die Landschaft mit Grünflächen ab und schon bald ist die Rugghübelhütte erreicht. Ein Kaffee und ein Stück Kuchen zur Belohnung sind ein Muss. Und ja, wir wissen, man sollte nicht, aber die Murmelis kommen so nahe an die Hütte, dass wir ihnen halt doch ab und zu ein Stückchen Kuchen abgeben haben. Am Abend dann das Vergnügen eines grandiosen Sonnenuntergangs, der direkt vor der Haustüre stattfindet, und den man als Bettmümpfeli geniessen kann.



Tag 2

Am nächsten Tag steht dann nur noch der Abstieg an. Bei schlechtem Wetter ist der Abstieg zum Ristis zu empfehlen, da der Weg durchgehend einfach und gut gemacht ist. Vor allem für Familien ist diese Wanderung zu empfehlen. Wenn das Wetter mitspielt, dann lohnt sich auch der etwas höher gelegen Wanderweg bis zur Brunnihütte. Zeitlich sind beide Wege ähnlich lang. Ab der Brunnihütte nimmt man dann die Sesselbahn bis zum Ristis und ab dem Ristis die Gondelbahn zurück ins Tal nach Engelberg. Von dort fährt der Zug die müden Wanderer zurück zum Ausganspunkt Wolfenschiessen.



Hinweis: Die Wanderung ab Ristis / Brunnihütte sind sehr zu empfehlen für Familien mit Kindern. Viele Höhenmeter können mit Bahnen überwunden werden und auf dem Weg bis zur Rugghubelhütte gibt es für die Kinder unendlich viele Sachen zu entdecken.

Für fitte Wanderer ist die Tour natürlich auch in einem Tag zu bewältigen. Dann bleibt es einfach bei Kaffee und Kuchen, den Sonnenuntergang geniesst man dann zu Hause auf der Terrasse.

Start

Bergstation Fellboden-Chrüzhütte

Ziel

Bergstation Ristis

Länge

Tag 1: 8.4 km

Tag 2: 5.7 km

Höhenmeter

Tag 1: 940 Hm (und 360 Hm runter)

Tag 2: 720 Hm runter

Dauer

Tag 1: 4 Stunden

Tag 2: 1.5 Stunden

Erreichbarkeit

öV oder Auto bis Wolfenschiessen

Verpflegung

Berggasthaus Bannalpsee, Chrüzhütte, Rugghubelhütte, diverse Brunni & Engelberg