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Rasa – Verborgene Dörfer im Centovalli

Ein Highlight im Tessin ist die Rundwanderung ab Rasa. Von der Gondelfahrt über verlassene aber wunderschöne Bergdörfer bis zum typischen Caffè ist bei dieser Wanderung alles dabei.

Rasa, der Ausgangspunkt dieser Wanderung, ist ein kleines idyllisches Dörfchen, 900 Meter über Meer im Herzen des Centovalli. Das letzte autofreie Dörfchen ist nur mit einer kleinen Gondel erreichbar, die alle 20 Minuten in das zehn-Seelen-Dorf schwebt. Die Wanderung startet direkt an der Bergstation und führt als erstes durch das ganze Dorf. Im Anschluss verlässt man dieses und umrundet es in den kommenden 2.5 Stunden.


Der erste Stopp nach Rasa ist die kleine Alp Monti. Dort wird man freudig vom Hund begrüsst, bevor dann der Tessiner Wald beginnt. Über knorrige Wurzeln und ausgetrocknete Flussbetten schlängelt sich der Weg durch den Wald. Der Weg ist sehr gut erhalten und man trifft oft auf andere Wanderer. Das nächste Ziel ist das Dorf Bordei. Obwohl weder mit dem Auto noch mit der Bahn erreichbar, brummt in Bordei das Leben. Das liegt daran, dass unter anderem in Bordei das Projekt Terra Vecchia läuft. Bei Terra Vecchia bauten Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen das verlassene Dorf wieder auf und haben es in ein wunderschönes, erholsames Dorf verwandelt. In Bordei lädt auch die Osteria Bordei zum Verweilen und Geniessen ein.

Ab Bordei befindet man sich bereits auf dem Rückweg nach Rasa. Eine Stunde durch raschelnde Herbstblätter, einige Höhenmeter und der Besuch von Terra Vecchia sind nur einige der Highlights, die dieses kurze Wegstück bereithält. Ein Besuch der Gärten oder der Kirchen von Terra Vecchia sind unbedingt zu empfehlen. Nach dem letzten steilen Anstieg erreicht man wieder den Ausgangspunkt Rasa, wo man sich einen feinen Kaffee redlich verdient hat.


Tipp: Wer noch Energie in den Beinen hat nach der Wanderung, der kann ab Rasa bis nach Intragna wandern. Nach Intragna sind noch knappe sechs Kilometer und 800 Tiefenmeter zu bewältigen. Vorbei an Schafen, Ziegen und typischen Steinhäusern, mit Aussicht auf das malerische Centovalli, geht es stetig dessen Talboden entgegen. Das steilste Stück windet sich im Zickzack den Berg hinunter. Schon bald erreicht man die bekannte geschwungene Römerbrücke Intragna. Es folgt ein kurzer und knackiger Anstieg zurück zur Strasse, doch dann befindet man sich bereits Intragna. Ein hausgemachtes Gelato auf der Piazza gehört dann einfach dazu, bevor man mit dem Zug wieder nach Hause tuckert.

Start

Bergstation Rasa (Talstation Verdasio)

Ziel

Bergstation Rasa

Länge

5.7 km

Höhenmeter

430 Hm

Dauer

2.5 Stunden

Erreichbarkeit

öV bis Verdasio

Verpflegung

In Rasa und Bordei sind Osterias & Cafes


Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Schweizer Wanderwege - hier geht's zum Wanderbeitrag