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Rellerli – Der Hausberg in Schönried

  • Autorenbild: wanderblondies
    wanderblondies
  • vor 16 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Traumhaftes Panorama, präparierter Weg und ein Berg mit Geschichte: Die Rundtour Schönried–Rellerli ist ein Winterwanderungs-Highlight im Saanenland.

Wanderin vor dem Schweizer Alpenpanorama auf dem Relleri in Schönried bei Gstaad

Wer heute in Schönried aus dem Zug steigt und Richtung Rellerli schaut, sieht die alten Masten der ehemaligen Gondelbahn in den Winterhimmel ragen. Ein stiller Berg – aber einer, der gerade wieder Fahrt aufnimmt. Doch dazu später mehr.


Der Aufstieg beginnt direkt im Dorf auf 1242 Metern. Der Weg führt zunächst durchs Weilergebiet Bodme, vorbei an verschneiten Bauernhäusern, bevor er sich stetig bergauf zieht. Die Route ist durchgehend präpariert und bestens ausgeschildert – technisch also keine Herausforderung. Konditionell aber schon: 11 Kilometer und rund 700 Höhenmeter rauf wie runter wollen verdient sein. Diese Tour ist etwas für alle, die einen richtigen Wintertag in den Bergen suchen.

Nach gut 2 Stunden steht man auf 1833 Metern vor der ehemaligen Bergstation. Das Bergrestaurant ist heute nicht mehr bewirtet, die alten Skilifte stehen still. Doch das bleibt nicht mehr lange so. Das Rellerli war einst ein beliebtes Familienskigebiet – Skistar Michael von Grünigen übte hier seine ersten Schwünge. Seit 2019 läuft die Gondelbahn nicht mehr, die Konzession lief aus.

Die Liegenschaften von Tal- und Bergstation gehören heute der Mountain View AG des Milliardärs Ernesto Bertarelli, der oben eine öffentlich buchbare Berghütte plant. Bahn und Lodge sind dabei untrennbar verzahnt: ohne Gondel keine Lodge, ohne Lodge keine Gondel. Die «Freunde des Rellerli» kämpften für beides – und am 4. April 2025 stimmten die Saanerinnen und Saaner mit 83 Prozent Ja für die neue Zehnergondelbahn ohne Pistenbetrieb. Sanfter Tourismus für alle.


Heute aber ist diese Zukunft noch weit weg. Und das Ziel auch:

Kurz nach der Bergstation wartet eine gemütliche Grillstelle mit Tisch und Bänken. Wer sein Zmittag mitgebracht hat, darf es hier in einmaliger Kulisse geniessen. Wer nicht, macht trotzdem Pause. Die Aussicht verlangt danach.

Dann zieht der Weg weiter hoch über den Hugeligrat. Und ab hier öffnet sich, was diese Tour so besonders macht: ein Panorama, das in alle Himmelsrichtungen reicht. Eiger, Mönch und Jungfrau auf der einen Seite, die Gipfel rund um Gstaad auf der anderen – und wer genau hinschaut, erkennt die felsigen Zacken der Gastlosen. Man dreht sich im Kreis und weiss gar nicht, wohin zuerst schauen.


Der Abstieg führt dann via Grossi Vorschess nach Schönried zurück. Die langen Kehren bergab fordern nochmals die Beine – dafür geniesst man weiterhin die schöne Aussicht. Ausserdem wartet unterwegs noch ein riesiges Fondue Caquelon, welches nochmals zum Verschnaufen einlädt, bevor etwas später wieder der Ausgangspunkt erreicht ist.

Start

Schönried

Ziel

Schönried

Länge

10 km

Höhenmeter

700 Hm rauf

700 Hm runter

Dauer

4 Stunden

Erreichbarkeit

Auto oder öV bis Schönried

Verpflegung

Schönried, sonst aus dem Rucksack


 
 
 

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